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Vitamin D-Mangel

Die höchste Prävalenz der Vitamin D-Defizienz wird bei älteren Menschen gefunden. In westlichen Industrieländern haben etwa 50 Prozent der älteren Menschen (65 Jahre und älter) inadäquate 25(OH)D Spiegel, die im Bereich von 40 bis 100% in verschiedenen Studienkollektiven (1) variieren (Abb. D4). Neuere Hinweise zeigen ein hohes Risiko für Vitamin D-Defizienz bei Kindern und jungen Erwachsenen. Zwei Studien aus den Vereinigten Staaten fanden bei 48 – 52% der vor- und postpubertären Jugendlichen 25(OH)D-Spiegel unter 50 nmol/l (2). Andere Studien mit jungen und mittelalten Erwachsenen fanden bei 32 und 42% defiziente 25(OH)D Spiegel unter 50 nmol/l (3). Insbesondere variiert die Häufigkeit der Vitamin D-Defizienz in Abhängigkeit von der geographischen Region und den Ernährungsgewohnheiten und der Sonnenlichtbestrahlung. In Regionen mit der höchsten Sonnenlichtbestrahlung weltweit  wie Australien, arabische Länder und Indien haben 30 bis 50% der Kinder und Erwachsenen 25(OH)D-Spiegel unter 50 nmol/l aufgrund einer Bekleidung, die zum größten Teil die Haut bedeckt, und aufgrund des Gebrauchs von Sonnenschutzmitteln (4).


Schwangere und laktierende Frauen haben ebenfalls ein hohes Risiko für eine Vitamin D-Defizienz. In einer amerikanischen Studie waren 73% der schwangeren Frauen und 80% ihrer Kinder Vitamin D defizient, obwohl sie während der Schwangerschaft ein Multivitaminpräparat mit 400 IU Vitamin D einnahmen. Außerdem aßen die meisten von ihnen Fisch und tranken mehr als zwei Gläser Milch täglich (5).

Referenzen

1.     Holick MF. Vitamin D deficiency. N Engl J Med 2007;357:266-81.
2.     Gordon CM, DePeter KC, Feldman HA, Grace E, Emans SJ. Prevalence of vitamin D deficiency among healthy adolescents. Arch Pediatr Adolesc Med 2004;158:531-7.
3.     Nesby-O'Dell S, Scanlon KS, Cogswell ME, Gillespie C, Hollis BW, Looker AC et al. Hypovitaminosis D prevalence and determinants among African American and white women of reproductive age: third National Health and Nutrition Examination Survey, 1988-1994. Am J Clin Nutr 2002;76:187-92.
4.     McGrath JJ, Kimlin MG, Saha S, Eyles DW, Parisi AV. Vitamin D insufficiency in south-east Queensland. Med J Aust 2001;174:150-1.
5.     Wagner CL, Taylor SN, Johnson DD, Hollis BW. The role of vitamin D in pregnancy and lactation: emerging concepts. Womens Health (Lond Engl ) 2012;8:323-40.