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Folsäurefortifikation von Lebensmitteln

Fortifikation ist der Vorgang, bei dem der Gehalt an Spurennährstoffen erhöht wird, die normalerweise im Lebensmittelträger (z.B. Getreidemehl, angereicherte Getreide¬produkte, Reis, Salz, Milch und Margarine) vorkommen. 1998 waren die USA das erste Land, das eine Fortifizierung aller Getreideprodukte mit FS anordnete (Fortifizierungsgehalt für Weizenmehl 140 µg/100 g) (1). Bis heute werden obligatorische Mehlfortifizierungs¬programme in über 52 Ländern, außer in europäischen Ländern, durchgeführt. Die Strategie der FS-Fortifizierung führte zu einer Reduktion der Prävalenzrate der NRD, einer Verbesserung des Folatstatus im Blut und einer Senkung der tHcy-Konzentrationen. Beispielsweise kam es in den USA bei der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) Studie zu einem Anstieg der Serumfolatkonzentration von 11,4 nmol/l vor (NHANES III, n = 9.430) auf 26,9 nmol/l nach FS-Fortifizierung (NHANES 1999-2000, n = 1.978) bei nichtsupplementierten Erwachsenen. Ein Anstieg des Erythrozytenfolates wurde ebenfalls beobachtet (von 375 nmol/l vor auf 590 nmol/l nach Fortifizierung) (2).

Referenzen

1.     Food and Drug Administration. Food Standards: Amendment of Standards of Identity For Enriched Grain Products to Require Addition of Folic Acid. Federal Register Vol. 61, No. 44, 21 CFR Parts 136, 137, and 139, 8781-8807. 1996.
2.     Dietrich M, Brown CJ, Block G. The effect of folate fortification of cereal-grain products on blood folate status, dietary folate intake, and dietary folate sources among adult non-supplement users in the United States. J Am Coll Nutr 2005;24:266-74.